Pfarrer Kopp feierte diamantenes Jubiläum

60 Jahre nach der Weihe festlicher Gottesdienst

Klein-Krotzenburg – Mit einem bewegenden Gottesdienst hat Pfarrer Richard Kopp in seiner Heimatgemeinde St. Nikolaus das diamantene Priesterjubiläum gefeiert. In der voll besetzter Pfarrkirche würdigte Festprediger Prälat Ernst Kalb (Mainz) den 83-Jährigen als Priester, der in den vergangenen 60 Jahren  mit seiner Offenheit für die Not der Menschen, mit seinem stets gut vorbereiteten Religionsunterricht , seinen Predigten  und seinem verschmitzten Humor „reiche Frucht gebracht hat“.

„Unter Granatbeschuss“ hatte  Richard Kopp  am 31. März 1945  von Bischof Albert Stohr  in der Memorie des Mainzer Domes die Priesterweihe erhalten.  Da die Brücken über den Rhein gesprengt waren, konnte Kopp erst an Christi Himmelfahrt des Jahres in der Klein-Krotzenburg Pfarrkirche Primiz feiern.  „Die Feier meines 60-jährigen Priesterjubiläums soll heute ein Dank sein für meine Berufung zum Priestertum“; sagte Pfarrer Kopp . „Diesen Schritt habe ich nie bereut und ich würde mich auch heute wieder dazu entschließen.“

Zum Festgottesdienst waren nicht nur zahlreiche Amtsbrüder angereist, auch viele ehemalige Gemeindemitglieder der verschiedenen Wirkungsstätten Kopps feierten den Festgottesdienst mit. Zur besonderen Freude des Jubilars gestaltete die Jugendschola aus Nieder-Mörlen, wo der heute 83-Jährige bis zu seiner Pensionierung 1991 Pfarrer war, die Eucharistiefeier musikalisch mit. Der Kirchenchor der Heimatgemeinde  St. Nikolaus erfreute den Jubilar, der als großer Verehrer der Muttergottes bekannt ist, unter anderem mit einem  mittelalterlichen Marienlied.

Beim Empfang, der sich an den Gottesdienst anschloss, gratulierten der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Peter Jakoby und Pfarrer Matthias Becker im Namen der Heimatgemeinde St. Nikolaus und überreichten Pfarrer Kopp eine Spende für die Lepra-Arbeit, die der 83-Jährige unterstützt.  Christopher Reis und  Nadine Müller von der Katholischen Jungen Gemeinde  überraschten ihn mit einer Kerze mit  dem Jubiläumsmotiv „250 Jahre barocke Pfarrkirche St. Nikolaus“

Zahlreiche Gäste, darunter auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Franz Kemmerer, Bürgermeister Bernhard Bessel und Ehrenbürgermeister Herbert Wemelka nutzten dann die Gelegenheit zur Begegnung mit dem Jubilar, der seiner Heimatgemeinde eng verbunden ist. Kopp, der seit seiner Pensionierung in Mainz-Mombach wohnt, ist vor allem am Patronatsfest der Nikolaus-Gemeinde alljährlich  zu Gast und gern gesehener Prediger.